Wo ist mein iPhone? Ortungsdienst für mein bestes Stück

Verflixt aber auch, mein iPhone ist weg. Wieder und wieder nestel ich nervös an den Taschen meiner Jacken, schüttel an meinen Hosen, schau in die Umhängetasche, übers Waschbecken, unters Bett. Nichts.

“Schatz, klingel mich mal an”, ruf ich. “Warum?”, sagt sie. Warum wohl Frauen immer nach den Gründen fragen müssen?
“Es tutet”, schreit sie. Warum schreit sie so und wo ist sie eigentlich, in der Küche? “Mach doch das Radio mal aus!” “Warum?”
Stille. Nichts klingelt.

Habe ich das iPhone vielleicht im Büro liegen lassen? Ist es mir bei der Heimfahrt aus der Tasche gefallen? Oder hat es mir am Ende gar einer geklaut?
Berlin ist eine gefährliche Stadt, das hat mir meine Mutter oft gesagt, als ich hergezogen bin. Sie hat mir sogar Artikel dazu fotokopiert und geschickt. Ich hätte es wissen müssen!
Eigentlich gerate ich selten in Panik, das hier aber ist nun wirklich eine Katastrophe, denke ich. Ich male mir aus, dass jetzt einer damit rumtelefoniert, dass einer meine Daten klaut, meine Mails liest, was für ein Wahnsinn.
“Ich bin dann mal weg!” Ich renn los. Suchen!

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iPhone suchen über MobileMe

Wenn das Handy weg ist, ist es weg – das bleibt auch nach der Einführung des iPhone OS 3.0 am 17. Juni noch so. Läge mein iPhone allerdings im Büro am Hackeschen Markt, so ließe sich das dann recht einfach einstellen, ohne zu rennen. Die erste Suche übernimmt dann nämlich eine Seite im Internet. Voraussetzung dafür ist allerdings ein MobileMe-Abonnement (Partnerlink), für das der Hersteller im Jahr 79 Euro verlangt.
Mit dem neuen iPhone-Betriebssystem führt Apple für MobileMe-Kunden dann aber auch gleich mehrere Funktionen ein, die helfen sollen, wenn das iPhone abhanden gekommen ist, auch im Falle eines Diebstahls.

einstellungen

Der erste Schritt geht übers iPhone, sobald die Sytemversion 3.0 installiert ist: Im Einstellungen-Menü lässt sich unter den Rubriken Mail, Kontakte und Kalender ein- und ausschalten, die Option Mein iPhone suchen aktivieren.
Angst haben vor zu viel Überwachung braucht man nicht: Das Telefon sendet bei eingeschalteter Suchfunktion nicht ständig seinen Standort an MobileMe. Solch eine Übermittlung findet ausschließlich statt, wenn die Anfrage vom Besitzer übers Internet gestellt wird – und damit nur nach Eingabe seines Passworts.

Wem man dieses Passwort mitteilt, sollte man sich deshalb aber genau überlegen.Wenn der Partner mit demselben Passwort (dem der Apple-ID) bei iTunes Musik einkauft, sollte man im Falle eines Falles zudem noch schnell den richtigen Schieber betätigen, um nicht irgendwann am Schlawittchen gepackt und daran nach Hause geführt zu werden…

schlampe

Gesucht – gefunden! Kann MobileMe ein abhanden gekommenes iPhone orten, so lässt sich über den Dienst eine Nachricht an das Gerät senden. Ein Hinweiston macht auf Wunsch auf die Botschaft aufmerksam, selbst, wenn das Gerät stumm geschaltet ist.

mistkerl

Wenn ein Dieb das iPhone entwendet hat, sind die Daten zunächst nur dann sicher, wenn das iPhone per Passwort geschützt ist. Dann kann er das Gerät nur bedienen, wenn er den vierstelligen Code kennt, und auch nur in diesem Fall die Suchfunktion wieder abschalten. Um sich nicht orten zu lassen, muss er das Handy abschalten.

fernloeschen

Solange das iPhone noch Strom hat und läuft, sieht die MobileMe-Seite sogar einen noch radikaleren Schritt vor: Auf Knopfdruck lassen sich alle Daten vom Handy entfernen, Mails, Kontakte, Notizen und mehr.

gefunden
Glück gehabt! Mein iPhone liegt im Büro am Hackeschen Markt.
Handy da, Daten da und keine zusätzlichen Telefongebühren. “Mensch, da ging mir aber einer auf Grundeis”, ruf ich dank MobileMe entspannt in Richtung Küche. “Ich höre nix, das Radio ist so laut”, ruft sie zurück. “Mir fällt ein Stein vom Herzen”, ich versuche es lauter. “Warum?”

Quelle: MacMagazin ( http://www.macmagazin.de )

Teaserbild: Loozrboy, “Criminal element”. Some rights reserved. Flickr.