Sys11-Stack oder: SysEleven goes Openstack

Sys11-Stack oder: SysEleven goes Openstack

Seit mehr als einem Jahr entwickeln wir mit dem Sys11-Stack eine neue Hosting-Plattform, die auf Openstack basiert. Sys11-Stack wird die Basis für eine neue Generation von Managed Hosting sein. Seit Dezember 2014 testen die ersten Alpha-Kunden die neue Plattform.

Warum eine neue Plattform?

Die bestehende SysEleven-Plattform ist bereits vollständig virtualisiert und in weiten Teilen automatisiert, so dass wir Kundenwünsche oft mit sehr überschaubarem Aufwand umsetzen und bei Problemen schnell reagieren können. Unsere Kunden können zwar auf ihren Servern tun, was sie wollen, die Plattform selbst aber können nur wir bei SysEleven steuern. Es fehlen die notwendigen APIs nach außen, die sich zum Teil nur mit recht großem Aufwand nachrüsten lassen.
Daher haben wir uns entschieden, auf Basis der in den letzten Jahren gesammelten Erfahrungen eine neue Plattform zu entwickeln. Sie soll Basis für eine neue Generation von Managed Hosting und zugleich so flexibel sein, Kunden auch direkten Zugriff zu geben, also die Möglichkeit, die reine Infrastruktur zu nutzen. So können wir Kunden genau den Grad an Management bieten, der zu ihnen passt: von reiner Infrastructure as a Service (IaaS) über eine Art Plattform as a Service (PaaS) – wenn Kunden unseren kompletten Stack verwenden, ihre Systeme aber selbst verwalten – bis hin zur vollständig gemanagten Lösung, also einer Art DevOps as a Service (DaaS).

Warum Openstack?

Von Anfang an war klar: Wir wollen keine proprietären APIs schaffen oder Kunden mit einer PaaS-Lösung in eine Lock-in-Situation lotsen. Daher haben wir uns verschiedene Lösungen zum Aufbau von Cloud-Lösungen angesehen, darunter auch Openstack. Dabei wurde recht schnell klar, dass keine der Lösungen am Markt fertig ist, bei allen gibt es ungelöste Probleme. Obwohl auch Openstack einige kleinere und größere Macken hat, spricht vieles für diese Plattform. Das Open-Source-Projekt wird von einer unabhängigen Stiftung vorangetrieben, hinter der sich viele große und kleine Unternehmen versammeln, was für eine sehr hohe Entwicklungsgeschwindigkeit sorgt. Zudem verfügt Openstack über eine solide Basis an Schnittstellen, die weitgehend kompatibel zu den APIs der Amazon Web Services (AWS) sind. Openstack ist in Python geschrieben, was es vergleichsweise einfach macht, Dinge nachzuvollziehen, zu debuggen und zu verändern.
Würden wir eine eigene Plattform bauen oder unsere bestehende entsprechend erweitern wollen, müssten wir vieles, was Openstack bereits löst, nachbauen und würden zu einer Lösung kommen, die nicht weniger komplex als Openstack ist und ihm vermutlich sogar sehr ähnlich. Daher haben wir uns entschieden, Openstack als Basis zu nehmen und darauf basierend den Sys11-Stack zu entwickeln.

Und was dauert daran so lange?

Rein theoretisch lässt sich Openstack recht schnell in Betrieb nehmen. Es gibt fertige Distributionen von diversen Anbietern und doch arbeiten wir seit über einem Jahr am Sys11-Stack. Dafür gibt es mehrere Gründe: Zum einen wollen und müssen wir die Technik verstehen, mit der wir arbeiten, denn nur so sind wir in der Lage, Probleme, die im Betrieb immer auftreten, schnell zu lösen. Zum anderen sind einige der Komponenten von Openstack ausdrücklich nicht für einen produktiven Einsatz geeignet, schon gar nicht auf dem Niveau, das unsere Kunden von SysEleven erwarten.
Doch genau das ist die Anforderung, die wir an eine neue Plattform stellen, weshalb wir einige zentrale Komponenten wie beispielsweise den Netzwerk-Stack und das verteilte Storage-Backend ausgetauscht haben. Das wäre mit einer fertigen Openstack-Distribution nicht möglich, denn praktisch jeder Hersteller bietet seine eigene Openstack-Distribution an, zugeschnitten auf seinen Teil der Lösung. Wir wollen aber die besten Ideen unterschiedlicher Hersteller miteinander kombinieren, um so eine bessere Gesamtlösung zu bieten.
Aus Kundensicht bleibt unser Sys11-Stack dennoch kompatibel zu anderen Openstack-Lösungen.

Verschachtelte Wolken

Darüber hinaus ist unser Ziel nicht einfach, Openstack zum Laufen zu bringen, sondern viele Sys11-Stacks, sehr viele. So viele, dass Kunden in der Lage sind, für jedes Feature, das einer ihrer Entwickler baut, mit einem Knopfdruck einen eigenen Sys11-Stack hochzufahren. So werden die Auswirkungen unterschiedlicher Entwicklungsrichtungen voneinander isoliert – und wenn etwas fertig und getestet ist, wird die neue Version durch einfaches Umschalten am Load-Balancer aktiviert.
Genau nach diesem Muster entwickeln wir auch unsere Plattform: Jeder Entwickler startet seine eigenen Sys11-Stacks innerhalb unserer Cloud-Plattform. Ist eine neue Version fertig und getestet, werden die alten Systeme, die die Cloud verwalten, gegen neue ausgetauscht. In aller Regel merken die Kunden davon nichts, denn ihre Systeme laufen ununterbrochen weiter.

Und was bringt das?

All das führt dazu, dass unsere Kunden auf eine höchst flexible Plattform mit offenen Schnittstellen aufbauen können. Ganz gleich, ob nun virtuelle und physische Bare-Metal-Server gemischt werden sollen, die öffentliche SysEleven-Cloud mit einer Private-Cloud verbunden oder hybride Clouds gebaut werden sollen, die in unseren Rechenzentren ebenso laufen wie direkt beim Kunden. Aber wir hören nicht bei der Plattform auf, denn die Fähigkeit, neue Entwicklungen zeitnah in den produktiven Betrieb zu übernehmen, wird in Zukunft ein entscheidender Erfolgsfaktor sein. Genau an dieser Stelle setzen wir mit dem Sys11-Stack an und bieten eine Lösung für schnelle Deployment-Zyklen.
Unser Team steht dabei immer mit Rat und Tat zur Seite. Es übernimmt den kompletten Entwurf, Aufbau und Betrieb der Kunden-Setups und sorgt dafür, dass die Applikationen unserer Kunden laufen und diese sich auf die Weiterentwicklung konzentrieren können. Dabei erlaubt es die neue Plattform, schneller und auch automatisiert auf Lastspitzen zu reagieren, denn es gilt mehr denn je: Hosting. Skaliert.

SysEleven-Konferenz

Details rund um den Sys11-Stack stellen wir am 25. September 2015 auf unserer SysEleven-Konferenz vor. Die Teilnahme ist kostenlos, Interessenten melden sich bei Eva Haag (e.haag@syseleven.de).
 
 

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