Was haben wir auf OpenStack Summit 2018 gelernt?

Was haben wir auf OpenStack Summit 2018 gelernt?

Für uns als Cloud Provider war der diesjährige OpenStack Summit in Berlin ein großes Highlight zum Jahresende. Einerseits, weil wir als Sponsor und Aussteller den SysEleven Stack und MetaKube präsentiert haben; andererseits, weil es für unser OpenStack-Team das Event zur Weiterbildung ist. Mohamad macht in dem Team zur Zeit seine Ausbildung zum Fachinformatiker und blickt auf den Summit zurück. 

Wer selbst OpenStack betreibt, will selbstverständlich am Ball bleiben und sich intensiv mit neuen Ansätzen und Technologien beschäftigen. Das war auch unser Anspruch als Cloud-Team bei SysEleven, als wir uns auf den OpenStack Summit vorbereitet haben. Zuallererst haben wir im Office die interessanten Themen herausgesucht, die für uns als Team relevant sind. Außerdem haben wir Testumgebungen eingerichtet, damit wir direkt vor Ort neue Tools ausprobieren können. Gut vorbereitet und mit den Laptops im Gepäck haben wir uns (übrigens das gesamte Team!) auf den Weg zum Summit gemacht.

Weil ich mich im mitten in meiner Ausbildung zum Fachinformatiker mit Schwerpunkt Systemintegration befinde, war es für mich besonders aufregend, den Summit besuchen zu dürfen – ungefähr so aufregend wie der Beginn meiner Ausbildung selbst. Darüber hinaus ist es eine schöne Abwechslung, einen kleinen Ausflug aus dem Alltag ins Universum der IT zu machen.

Wer ebenfalls auf dem OpenStack Summit in Berlin war, hat möglicherweise mit uns über den SysEleven Stack gesprochen, einen unserer Vorträge angeschaut oder sich über die Software “rebootmgr” informiert, die wir im Vortrag angekündigt und als Open Source zur Verfügung gestellt haben. Natürlich gab es beim Summit mehr als “nur” das: Die Veranstaltung war sehr umfangreich und hatte zahlreiche Vorträge. Deswegen hat es selbstverständlich auch niemand schaffen können, an jedem Talk oder Workshop teilzunehmen.

Dieser Blog wird daran nichts ändern können. Aber als kleinen Trost teile ich die drei wichtigsten Learnings, die wir mitgenommen haben:

Learning 1: Wir haben gemeinsame Ziele

Wir haben gesehen, dass viele andere Anbieter ähnliche Ansätze verfolgen wie wir. Und ein gemeinsames Hauptanliegen haben wir auch gemeinsam: wie man seinen Kunden eine intuitiv nutzbare Plattform anbietet, damit sie Projekte blitzschnell und ohne organisatorische Hürden zum Laufen bekommen. Unter anderem haben wir hierfür den neuseeländischen Cloud Provider Catalyst-IT getroffen, der an dem Projekt Adjutant arbeitet. Nach einem interessantem Gespräch mit dem Core-Entwickler hat unser Cloud-Architekt Steffen schnell bemerkt, dass SysEleven schon einen ähnlichen Ansatz begonnen hat mit dem Projekt namens Sys11stackmgr. Adjutant ist ein einfaches Framework, das auf Django und dem Django-Rest-Framework basiert. Der Service entlastet die Administratoren und reduziert den Aufwand von sonst manuellen Verfahren, beispielsweise Kundenprojekten anzulegen und zu entfernen. Besonders bei größeren Anbietern von Public Clouds frisst dieser Aufwand besonders viel Human Power, da sich manche ihrer Kunden häufig in On- und Offboarding-Prozessen befinden.

Wir sind gespannt, wie es in diesem Zusammenhang weitergeht! Das Beispiel mit Adjutant und Sys11stackmgr zeigt auf jeden Fall, dass wir gemeinsame Ziele haben.

Learning 2: Der SysEleven Stack kann sich sehen lassen

Auf dem Summit haben wir mit zahlreichen, verschiedenen Leuten gesprochen und mehr darüber erfahren, wie sie OpenStack einsetzen. Dabei kamen einige spannende Geschichten zum Vorschein.

Wir haben aber auch festgestellt, dass wir durchaus stolz auf die Art und Weise sein können, mit der wir unsere OpenStack Cloud betreiben! Denn es ist kein Zuckerschlecken, über dreitausend hochverfügbare VMs in einer komplexen, verteilten Architektur zu betreiben. Wir haben Vorgehensweisen vereinheitlicht und dies in zahlreichen Richtlinien dokumentiert; wir haben auch kontinuierlich Prozesse automatisiert, um bei Vorkommnissen schnelle Lösungen zu liefern. Zusätzlich haben wir einige Herausforderungen meistern können: Live-Migrations sind von unserer Seite deutlich verbessert worden, so dass wir Downtimes stark reduzieren konnten. Darüber hinaus nutzen wir unterschiedliche verteilte und robuste Monitoring Tools und moderne Logging-Methoden, was uns dabei geholfen hat, zeitaufwändige Debuggin Sessions zu minimieren.

Learning 3: OpenStack entwickelt sich mit der Community weiter

Die Community ist das, was OpenStack besonders prägt. Ohne sie gäbe es kein OpenStack, wie wir es heute kennen. Aus meiner Sicht war der Austausch auf dem Summit das Wesentliche, um dieses Projekt voranzubringen – sei es durch Tipps, um Open vSwitch zu beschleunigen oder um die Migration von einer Lösung zur Anderen zu vereinfachen. Vor diesem Hintergrund ist es nicht ganz überraschend, dass der OpenStack Summit ab 2019 “Open Infrastructure” heißen wird. Nicht weil OpenStack stirbt (wie einige behaupten), sondern, weil sich OpenStack zu einer immer größeren Technologie entwickelt.

Fazit

Meiner Meinung nach hat dieser Summit das Interesse an OpenStack weiter gestärkt, sowohl für Unternehmen als auch für die Forschung um OpenStack herum. Eine breite Community nimmt die unterschiedlichen Herausforderungen von OpenStack bereits unter die Lupe. Das führt dazu, dass alle Beteiligten kontinuierlich unterschiedliche Ansätze und Lösungen implementieren und entwickeln. Mit der Community befindet sich OpenStack auf dem richtigen Weg und der Summit ist hierfür ein geeigneter Ort, um sich besser kennenzulernen und den eigenen Horizont zu erweitern.

Ansonsten sehen wir uns hoffentlich auf dem nächsten Summit bzw. dem Open Infrastructure! (Lächeln) Und bis dahin würde ich Dir zum Testen den SysEleven Stack ans Herz legen: Hier geht es zum Anmeldefomular. Falls Du Dich bereits mit OpenStack auskennst und den SysEleven Stack mitgestalten willst: Komm an Bord unseres Teams!

Wir freuen uns auf Dich!

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